Man hört oft
„Das Klima hat sich schon immer geändert.“
Stimmt so nicht
Was daran stimmt
Der Satz ist richtig. Das Klima hat sich immer geändert – durch Änderungen der Erdbahn, durch Vulkane, durch Schwankungen der Sonne. Und CO₂ ist tatsächlich Pflanzennahrung. Beides stimmt.
Wo es kippt
Weil aus „hat sich immer geändert“ nicht folgt „ändert sich diesmal aus denselben Gründen“. Gerade weil man die natürlichen Ursachen kennt, kann man sie prüfen – und sie passen nicht.
Die Zahlen
- Die Sonnenaktivität geht seit etwa 1960 leicht zurück, während die Temperatur stark steigt – die Sonne wirkt zuletzt sogar leicht kühlend.
- Die Stratosphäre kühlt sich ab, während es unten wärmer wird. Bei einer stärkeren Sonne würde sich die gesamte Atmosphäre erwärmen. Gemessen wird das per Satellit seit 1958.
- Der zusätzliche Kohlenstoff in der Luft trägt die Isotopensignatur fossiler Quellen – man sieht ihm an, woher er stammt.
- Die mittelalterliche Warmzeit war regional, nicht weltweit gleichzeitig.
- Der Düngeeffekt von CO₂ wird durch Hitze, Dürre und Nährstoffmangel überkompensiert.
Quellen
- IPCC-Sachstandsbericht AR6, Kapitel 7.3.5 (Strahlungsantriebe)
- Lockwood (2008), Recent changes in solar output and the global temperature
Der Satz stimmt – die Prüfung der natürlichen Ursachen ist gerade deshalb gemacht worden, und sie erklären den aktuellen Anstieg nicht.
Nächster Satz „In den 70ern haben dieselben Forscher eine Eiszeit vorhergesagt.“