Man hört oft
„Das Netz wird immer instabiler – der Blackout kommt.“
Stimmt so nicht
Was daran stimmt
Etwas ist dran: Die Eingriffe der Netzbetreiber zur Stabilisierung nehmen zu, der Netzausbau kostet viel Geld, und Industriebetriebe berichten über sehr kurze Unterbrechungen, die in keiner Statistik auftauchen.
Wo es kippt
Bei der Kennzahl, um die es geht. Die durchschnittliche Ausfallzeit sinkt seit Jahren – trotz steigenden Anteils erneuerbarer Energien.
Die Zahlen
- Bundesnetzagentur (Oktober 2025) für das Jahr 2024: 11,7 Minuten Stromausfall je Kunde – 2023 waren es 12,8, im Zehnjahresmittel 12,7.
- Das entspricht einer Verfügbarkeit von rund 99,998 % und einem der besten Werte in Europa.
- 830 Netzbetreiber meldeten 2024 insgesamt 164.645 Unterbrechungen – die Zahl steigt leicht, die Dauer sinkt.
- Netzausbau und Redispatch sind damit ein Kostenthema, kein Stabilitätsthema.
Quellen
- Bundesnetzagentur, Kennzahlen zur Versorgungsqualität Strom, Oktober 2025
Die Sorge ist verständlich – gemessen wird das Gegenteil eines schwächelnden Netzes.
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