Man hört oft
„In Spanien gingen wegen zu viel Solarstrom die Lichter aus.“
Stimmt so nicht
Was daran stimmt
Der Vorfall ist real: Am 28. April 2025 fielen in Spanien und Portugal binnen etwa fünf Sekunden rund 15 GW aus. Zu dem Zeitpunkt lief viel Solarstrom, und die geringe Schwungmasse im Netz war ein Faktor. Die Frage zu stellen war völlig berechtigt.
Wo es kippt
Bei Auslöser und Ursache. Der Abschlussbericht der europäischen Übertragungsnetzbetreiber – 472 Seiten, 49 Fachleute, rund ein Jahr Untersuchung – nennt als Hauptursache ein Versagen der Spannungsregelung. Auch konventionelle Kraftwerke, darunter Kernkraft, Wasser und Gas, kamen ihrer Regelaufgabe nicht nach.
Die Zahlen
- Ein Cyberangriff wurde ausgeschlossen.
- Von 17 Empfehlungen im Bericht lautet keine „weniger Solar“.
- Spanien bindet die erneuerbaren Anlagen künftig stärker in die Spannungsregelung ein.
- Frühe Medienberichte über einen „Fehler in einem Umspannwerk“ gingen teilweise auf einen Übersetzungsfehler zurück.
Quellen
- ENTSO-E, Abschlussbericht zum Netzausfall auf der Iberischen Halbinsel (März 2026)
Zeitgleich ist nicht ursächlich: Es ging um Spannungsregelung, nicht um die Stromquelle.
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