Man hört oft
„Ein E-Auto ist wegen der Batterie schmutziger als ein Diesel.“
Stimmt so nicht
Was daran stimmt
Das E-Auto startet tatsächlich mit einem Rucksack: Die Batterieproduktion verursacht real mehr CO₂ als der Bau eines Verbrenners. Wer beim Kauf vergleicht, liegt richtig.
Wo es kippt
Verglichen wird nur die Produktion, nicht das Leben des Autos. Sobald gefahren wird, dreht sich das Bild – und zwar schnell.
Die Zahlen
- ICCT-Lebenszyklusanalyse (Juli 2025, EU): 63 g CO₂-Äquivalent pro Kilometer über das gesamte Autoleben gegenüber 235 g beim Benziner und 234 g beim Diesel – rund 73 % weniger.
- Der Ausgleich des Produktionsrucksacks ist nach etwa 17.000 km erreicht, also im ersten oder zweiten Jahr.
- Mit reinem Ökostrom sind es bis zu 78 % weniger.
- Vollhybride liegen nur 20 %, Plug-in-Hybride 30 % unter dem Benziner.
- Der Strommix verbessert die Bilanz laufend: 2024 stammten 54,4 % des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen.
Quellen
- ICCT, Lebenszyklusanalyse Pkw-Antriebe in der EU (Juli 2025)
- Umweltbundesamt / AGEE-Stat, Anteil erneuerbarer Energien 2024
- Fraunhofer ISI und ifeu kommen unabhängig zum selben Ergebnis
Die Produktionszahl stimmt – sie ist nur die erste Hälfte der Rechnung.
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