Man hört oft
„Wir haben die höchsten Strompreise – wegen der Erneuerbaren.“
Ein wahrer Kern
Was daran stimmt
Der Ärger ist berechtigt: Deutschland hat einige der höchsten Haushaltsstrompreise überhaupt. Der BDEW nennt für 2025 durchschnittlich 39,6 ct/kWh. Das ist viel Geld, und darüber zu klagen ist keine Ideologie.
Wo es kippt
Der übliche Schuldige steht seit Mitte 2022 nicht mehr auf der Rechnung: Die EEG-Umlage wurde abgeschafft und liegt bei 0 ct/kWh. Der große Preissprung kam 2022 vom Gaspreis – weil an der Börse das teuerste gerade laufende Kraftwerk den Preis für alle setzt.
Die Zahlen
- Zusammensetzung 2025 laut BDEW: Beschaffung und Vertrieb 16,0 ct (40 %), Netzentgelte 10,9 ct (28 %), Steuern, Abgaben und Umlagen 12,7 ct (32 %).
- EEG-Umlage seit Juli 2022: 0 ct/kWh.
- Staatliche Belastungen sind seit 2021 um rund 23 % gesunken.
- Berechtigt bleibt: Die Netzentgelte steigen, und der Netzausbau hat tatsächlich mit dem Umbau der Stromerzeugung zu tun.
Quellen
- BDEW-Strompreisanalyse, Mai 2025
- Bundesnetzagentur, Netzentgelte und Preisbestandteile
Hohe Rechnung: ja. Der Posten, dem man es zuschreibt, ist aber seit 2022 gestrichen – teuer machen es Gaspreis und Netze.
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