Man hört oft
„Die Erneuerbaren hängen ewig am Subventionstropf.“
Ein wahrer Kern
Was daran stimmt
Historisch stimmt es: Das EEG hat den Ausbau zwei Jahrzehnte lang über garantierte Vergütungen gefördert, und die EEG-Umlage war lange der größte staatliche Posten auf der Stromrechnung.
Wo es kippt
An der Gegenwart. Die EEG-Umlage wurde Mitte 2022 abgeschafft; neue Anlagen werden über Ausschreibungen vergeben, oft nahe am oder unter dem Marktpreis.
Die Zahlen
- EEG-Umlage seit Juli 2022: 0 ct/kWh.
- Förderung läuft heute über den Bundeshaushalt: rund 16,2 Mrd. € für 2026, gegenüber rund 17 Mrd. € für 2025 – leicht sinkend.
- Wind an Land und Photovoltaik sind laut Lazard die günstigsten Arten, neue Erzeugung zu bauen.
- Zum Vergleich: Auch Kohle, Gas und Kernkraft wurden und werden gefördert – von historischen Steinkohlehilfen über Gaspreisbremsen bis zur Haftungsbegrenzung bei Kernkraft.
Quellen
- Bundesnetzagentur / Übertragungsnetzbetreiber, EEG-Finanzierung
- Lazard, Levelized Cost of Energy v17.0
Die Kritik zielt auf einen Posten, den es so seit 2022 nicht mehr gibt.
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