Man hört oft
„Wasserstoff wäre die bessere Lösung als Batterie und Wärmepumpe.“
Berechtigte Frage
Was daran stimmt
Für einige Bereiche ist das schlicht richtig. Stahl, Chemie, Flug- und Schiffsverkehr sowie die Langzeitspeicherung von Energie kommen ohne Wasserstoff kaum aus – dort führt kein Weg daran vorbei.
Wo es kippt
Beim Auto und beim Heizen. Dort verliert man auf dem Umweg über den Wasserstoff den größten Teil des Stroms – das ist keine Meinung, sondern eine Kette von Wirkungsgraden.
Die Zahlen
- Gesamtwirkungsgrad vom Strom bis zum Rad: rund 73–75 % beim Batterieauto, 22–30 % beim Wasserstoffauto, rund 13 % beim E-Fuel-Verbrenner.
- Für dieselbe Fahrstrecke braucht man mit Wasserstoff oder E-Fuel also das 2,5- bis 5-Fache an Grünstrom.
- E-Fuels bleiben knapp: Eine Branchenstudie hält 2035 rund 3 % des Kraftstoffbedarfs für deckbar.
Quellen
- Umweltbundesamt und Wien Energie, Wirkungsgradketten im Vergleich
- Concawe, Verfügbarkeitsszenarien für E-Fuels
Richtige Technik für die schweren Fälle – beim Pkw und in der Heizung kostet der Umweg das Drei- bis Fünffache an Strom.
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